Pflege
Einfach
Zucht
Mittel
Standort
sonnig
Winterhart
Ja

Verbreitung und Lebensraum der Rasensimse

Die Rasensimse kommt in weiten Teilen Europas, Nordwestafrikas, Asiens und Nordamerika vor. Sie bildet oft größere Bestände in Mooren, aber auch am Verlandungsufer der Alpenseen. Neben der Nominatform Trichphorum cespitosum cespitosum gibt es eine Unterart Trichphorum cespitosum germanicum.

Merkmale, Form und Färbung

Die Rasensimse ist ein mehrjähriges Sauergras, welches je nach Standortbedingungen zwischen 5 und 40cm hoch wird. Es hat zwar einen Wurzelstock ohne Ausläufer, bildet aber bald nach dem Einpflanzen dichte Polsterrasen. Die Stängel der Rasensimse stehen in aller Regel aufrecht oder etwas schräg. Die Stängeloberfläche ist glatt und kaum gefurcht, der Stängelquerschnitt ist rund. Die unten am Stängel sitzenden Blätter haben Scheiden, aber keine Blattspreiten.

Die oberen Blätter haben eine kurze, rinnenförmige, etwa 1mm breite Blattspreite.

Blütenstand der Rasensimse
Blütenstand der Rasensimse – Foto: Kristian Peters, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported
Kristian Peters, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported

Der Blütenstand ist von 1 bis 2 Hüllblättern umgeben. Eine einzige endständige, aufrecht stehende Ähre bildet diesen Blütenstand. Jedes Ährchen wird aus bis zu 20 Blüten gebildet. Die länglichen, gelb- oder rotbraunen Spelzen sind maximal 4mm lang. Die Borste der Blütenhülle überragen die grau- bis gelbbraune Frucht deutlich an Länge. Die Rasensime blüht meist zwischen Mai und Juli.

Pflege der Rasensimse am Gartenteich

Die Rasensimse bildet in Einzelstellung mit ihren starren senkrecht oder schräg nach außen stehenden Stängeln einen dichten, igelartigen Horst. Sie bildet zwar keine unterirdischen Ausläufer, breitet sich aber trotzdem rasch in der Fläche aus. Daher braucht die Rasensims im Moorbeet entsprechend viel Freiraum. Man setzt sie am besten in den trockeneren Randbereich des Moorbeetes.

Die Rasensimse braucht eine hellen Platz und ein stark saures, stickstoffarmes Pflanzsubstrat. Bevor die Rasensimse im Herbst die Samenbildung vollendet hat, zieht sie die Nährstoffe aus den oberen Pflanzenabschnitten in den Basisbereich der Sprossen zurück, sodass sie dann beim Neuaustrieb im nächsten Frühjahr wieder zur Verfügung stehen. Dank dieses internen Nährstoffkreislaufes kann die Rasensime auch auf sehr nähstoffarmen Böden und mineralarmem Regenwasser existieren.

In der Natur tritt die Rasensimse oft in Gesellschaft mit der Gelben Moorlilie, Glockenheide, Sonnentau, Wollgras, Pfeifengras und Torfmoos auf. Daher bietet sich ein solches abwechslungsreiches Arrangement auch für das Moorbeet an.

Vermehrung der Rasensimse

Die Rasensimse sät sich von selbst aus oder man sammelt die Samen und bringt sie dann im nächsten Frühjahr auf dem Moorboden aus. Oder sie vermehrt sich vegetativ mit Hilfe ihrer kurzen Ausläufer.

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