Dazu gibt es im Fachhandel recht preiswerte und leicht zu bedienende Pocket-Leitfähigkeitsmesser (ähnlich wie die ähnlichen Pocket-pH-Meter). Sie liefern hinreichend genaue Werte. Die Konzentration an gelösten Ionen im Wasser wird vor allem durch das geologische Ausgangsgestein, aus dem das Wasser stammt, bestimmt. Gewässer in Regionen mit Urgestein aus Granit, Quarz und Buntsandstein, sogenannte Silikatgestein sind eher eletrolytarm, haben also eine geringe Konzentrationen an Ionen, solche aus Gebieten mit Karbonatgesteinen (Jurakalk, Muschelkalk u.a.) haben hohe Ionenkonzentrationen.
In Silikatgewässern liegt die Leitfähigkeit etwa zwischen 50 und 200 mikro-Siemens pro cm, in Karbonatgewässern eher bei 500 und mehr mikroSiemens pro cm. Ausgesprochen elektrolyt- und ionenarm sind Moorgewässer und deren Abflüsse. Die extreme Ionenarmut tropischer Regenwaldbäche grenzt mit Werten zwischen 0 und 20 MikroSiemens pro cm fast an die von destilliertem Wasser. Das kennt jeder Aquarianer, der Salmler oder Buntarsche aus den Schwarzwasserflüssen des Amazonasgebietes im Aquarium pflegt.
Im Gewässer, und somit auch im Gartenteich, besteht ein enger Zusammenhang zwischen elektrischer Leitfähigkeit, pH-Wert und dem Härtegrad. Teichwasser mit geringer elektrischer Leitfähigkeit, ist in der Regel entsprechend weich und ungepuffert, sodass der pH-Wert bis auf Werte absinken kann, die für die meisten Fische unverträglich sind. Wasser mit hoher Leitfähigkeit ist dagegen meist mittelhart bis sehr hart mit einem pH-Wert >7. Das ist für die meisten Fische kein Problem, wohl aber für Pflanzen, die aus Moorgewässern stammen.
Außerdem ist ein hoher Gehalt an im Wasser gelöstem Kalk neben Phosphat eine der Auslöser für eine Massenvermehrung der Algen. Kennt man die aktuellen pH- und Lf-Werte des Teichwassers, kann bei Über- oder Unterschreiten entsprechender Grenzwerte regulierend in das Teichgeschehen eingegriffen werden, z.B. indem hartes, kalkhaltiges Wasser mit Regenwasser verdünnt wird.
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